Familienkrankenversicherung

Ehepartner ohne oder mit wenig Einkommen sind bei gesetzlicher Krankenversicherung des anderen Ehegatten kostenfrei familienkrankenversichert. Die Einkommensgrenze liegt 2019 bei 445 Euro.

Bei Minijobs liegt die Grenze bei 450 Euro.

Kindergeld

Das Kindergeld für das 1. und 2. Kind wird von 194 € ab 1.07.2019 auf 204 € erhöht.

Beitragsbemessungsgrenzen Kranken- und Rentenversicherung

Gutverdiener müssen im neuen Jahr mehr in die gesetzliche Sozialversicherung bezahlen. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung wurde die Beitragsbemessungsgrenze auf monatlich  6.7000 Euro  im Westen und 6.150 Euro  im Osten angehoben.

In der Krankenversicherung wurde bundeseinheitlich die Beitragsbemessungsgrenze mit 4.537,50 Euro festgelegt.

Bis zu den Beitragsbemessungsgrenzen müssen Sozialversicherungsbeiträge entrichtet werden. Von der Beitragsbemessungsgrenze ist bei der Krankenversicherung die Versicherungspflichtgrenze für Arbeitnehmer zu unterscheiden. Ab einem regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt von 60.750Euro ist der Arbeitnehmer nicht mehr gesetzlich versicherungspflichtig und kann sich gesetzlich freiwillig oder privat krankenversichern. Für ab 2002 privat Versicherte gilt eine niedrigere Grenze von 54.450 €.

Betriebsveranstaltungen

Durch Urteile des Bundesfinanzhofes war die Ermittlung des geldwerten Vorteiles bei Betriebsveranstaltungen unübersichtlich geworden. Deshalb hat der Gesetzgeber ab 2015 eine klare gesetzliche Regelung getroffen:

Die bisherige Freigrenze von 110 € pro Arbeitnehmer (bei Überschreiten wurde die ganze Veranstaltung steuerpflichtig) wurde in einen Freibetrag (nur der übersteigend Teil wird steuerpflichtig) umgewandelt. Allerdings sind alle Kosten, also auch Saalmiete oder Eventmanager, mit einzubeziehen.

Eine begünstigte Betriebsveranstaltung muss allen Angehörigen eines Betriebes oder eines Betriebsteils offen stehen.

Freigrenze Aufmerksamkeiten 60 €

Die Freigrenze für Sachzuwendungen an Arbeitnehmer durch Aufmerksamkeiten wurde ab 2015 von 40 € auf 60 € erhöht und gilt unverändert fort. Zu solchen Aufmerksamkeiten zählen Geschenke zu besonderen Anlässen, wie z.Bsp. Geburtstag, Hochzeit, Geburt eines Kindes, und Arbeitsessen anlässlich von besonderen Arbeitseinsätzen.

Die Freigrenze für jegliche Sachbezüge z. Bsp. monatliche Benzingutscheine, die keine Aufmerksamkeiten sind, verbleibt bei 44 €.

Mindestlohn

Ab 2015 wurde in Deutschland ein Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde eingeführt.

2019 wurde der Mindestlohn auf 9,19 € erhöht.

Der Mindestlohn darf nicht unterschritten werden. Gesetzliche Zuschläge, Zuschläge für Nacht- oder Feiertagsarbeit zählen nicht zum Mindestlohn.

Bei Minijobbern und Arbeitnehmern der Schwarzarbeit gefährdeten Betriebe, u.a. Gaststätten, Baubetriebe, müssen Beginn und Ende der Arbeitszeit erfasst werden und bei Kontrollen des Zolls Nachweise vorlegt werden können.

Die Unternehmen haften für ihre Subunternehmer auf Einhaltung der Mindestlohnvorschriften. Es empfiehlt sich von jedem Subunternehmer eine schriftliche Erklärung zur Einhaltung des Mindestlohns zu verlangen.

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag wird ab 2019 auf 9.168 € angehoben.

Der Grundfreibetrag soll die Steuerfreiheit des Existenzminimums absichern. Entsprechend hat sich auch der Unterhaltsfreibetrag gleichlautend erhöht.

Regelmäßige Arbeitsstätte

Der Begriff "Regelmäßige Arbeitsstätte" wurde ab 2014 durch den gesetzlich definierten Betriff "Erste Tätigkeitsstätte" ersetzt. Die Bestimmung erfolgt vorrangig aufgrund des Arbeitsvertrages oder den Festlegungen des Arbeitsgebers.

Auswirkungen ergeben sich für die Entfernungspauschale für Fahrten zwischen Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte sowie für erstattungsfähige Reisekosten für weitere Tätigkeitsstätten, wie z. Bsp. Kilometergeld für jeden gefahrenen Kilometer von 0,30 € und Verpflegungspauschale pro Tag von 12 € bei Abwesenheit von der Wohnung von mehr als 8 Stunden.

TIPP: Ergänzen Sie Ihren Arbeitsvertrag bei mehreren Tätigkeitsstätten und optimieren Sie ihre steuerfreien Reisekosten und die pauschalversteuerten Bezüge für Fahrten zwischen erster Tätigkeitsstätte und Wohnung.

Reisekosten - Verpflegungspauschbeträge

Ab 2014 gibt es nur noch Pauschbeträge von 12 € bei Abwesenheit von mehr als 8 Stunden und von 24 € bei ganztägiger Abwesenheit.

Bei mehrtägigen Dienstreisen wird am An- und Abreisetag unabhängig von der Abwesenheitsdauer ein Pauschbetrag von 12 € gewährt.

Gewährt der Arbeitgeber Frühstück wird der Pauschbetrag um 20%, bei Mittag- oder Abendessen um 40% gekürzt. Die Kürzung um die Sachbezugswerte gibt es allgemein nicht mehr

TIPP: Bei Arbeitnehmer können pauschalversteuert die doppelten Pauschbeträge ausgezahlt werden.

Fordern Sie das neue Reisekostenformular 2014 bei uns an.

Doppelte Haushaltsführung

Ab 2014 sind die steuerlich abzugsfähigen Kosten für eine Zeitwohnung am Beschäftigungsort auf 1.000 € begrenzt.

Voraussetzung der Anerkennung einer Zweitwohnung ist, dass am Hauptwohnungsort ein eigener Hausstand unterhalten wird und eine Beteiligung an den Kosten der Lebensführung stattfindet. Eine unentgeltlich genutzte Wohnung der Eltern erfüllt die Voraussetzungen nicht.

Neurentner 2019

Wer eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht, muss einen Teil dieser Einkünfte besteuern. Wie hoch der zu versteuernde Teil ist, hängt vom Renteneintrittsjahr ab. Seit 2005 steigt der steuerpflichtige Rentenanteil um jährlich 2 %.

Bei Renteneintritt in 2019 müssen 78 % der Rentenbeträge versteuert werden. Nur 22 % der Bruttojahresrente bleiben steuerfrei. Dieser Rentenfreibetrag bleibt auch in den Folgejahren gleich.

Hinweis:

Da auf die Rente keine Abzugssteuer wie z. Bsp. die Lohnsteuer erhoben wird, müssen Rentner überprüfen, ob sie verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung abzugeben und dann auch Einkommensteuer nachzuzahlen.

Tipp

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Digitale Rechnungen müssen nach den folgenden Grundsätzen aufbewahrt...


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Keine Funktionsverlagerung bei Gründung einer Lohnfertigung (verlängerte Werkbank) im Ausland.


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