Förderung Mietwohnungsbau neuer § 7 b EStG

Im August diesen Jahres setzte der Gesetzgeber mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus neue Anreize für die Entstehung von bezahlbarem Mietwohnraum. Mit der Einführung des neuen § 7b Einkommensteuergesetz (EStG) sollen somit bis zu 1,5 Millionen neue Wohnungen/Eigenheime entstehen.

Die Regelung ermöglicht es für die Anschaffung oder Herstellung neuer Wohnungen - zusätzlich zur regulären jährlichen Abschreibung - weitere 5% Sonderabschreibung steuerlich geltend zu machen. Dies gilt für den Zeitraum ab dem Jahr der Anschaffung oder Herstellung und den drei darauffolgenden Jahren. Dementsprechend kann in den ersten vier Jahren eine Sonderabschreibung von bis zu 20 % der Anschaffungs – oder Herstellungskosten in Anspruch genommen werden, was zu deutlichen Steuervorteilen führen kann.

Eine wichtige Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Sonderabschreibung ist die tatsächliche Schaffung von neuem Wohnraum. Neben der Errichtung von Neubauten gilt die Vorschrift beispielsweise auch für den Umbau von bereits existierenden Gebäuden, sofern dadurch erstmalig eine neue Wohnung entsteht.

Sofern Sie Ihren Bauantrag nach dem 31.08.2018 gestellt haben oder vor dem 01.01.2022 stellen werden, können Sie von der neuen Sonderabschreibung profitieren, wenn Sie die weiteren Voraussetzungen einhalten. Hierzu zählen beispielsweise die Einhaltung der Baukostengrenze in Höhe von 3.000,00 € je Quadratmeter, sowie die ausschließliche Nutzung zu fremden Wohnzwecken (Vermietung) innerhalb 10 Jahren.

Da es sich bei der Regelung um ein jährlich auszuübendes Wahlrecht handelt, gilt es dies optimal auszunutzen. Lassen Sie sich den Steuervorteil nicht entgehen und sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie gerne.

 

Steuerfalle Photovoltaikanlage

Bis vor einigen Jahren wurden PV-Anlagen dazu genutzt Strom zu produzieren und in das Netz einzuspeisen. Strom der selbst gebraucht wurde, wurde einfach vom Stromversorger zurückgekauft. Die Einspeisevergütung lag im Jahr 2004 am Zenit bei ca. 57,4 Cent/kwh und war somit deutlich höher als die Kosten für eine Kilowattstunde.

 

Der Preisverfall von über 75% führt dazu, dass wir heute für die Einspeisung bei ca. 9 Cent/kwh liegen. Hingegen steigen die Kosten für den Strom stetig und liegen aktuell bei > 25 Cent/kwh. Es lässt sich unschwer erkennen dass es mehr Sinn macht, den produzierten Strom selbst zu nutzen und nur den Überschuss zu verkaufen.

Das Zauberwort lautet Eigenverbrauch- im Fachjargon „unentgeltliche Wertentnahme“.

Durch den passenden Stromspeicher ist es möglich mehr als 70% des Strombedarfs durch Solarstrom zu decken.

 

Auf steuerlicher Ebene wird es nun aber kompliziert. Der PV-Anlagen-Betreiber hat zu Beginn seiner „PV-Karriere“ eine Zuordnungsentscheidung zu treffen. Durch die teilunternehmerische Nutzung muss bzw. kann er die PV-Anlage vollständig oder nur teilweise seinem umsatzsteuerlichen Unternehmensvermögen zuordnen. Im Ergebnis wird von dieser Entscheidung der Vorsteuerabzug sowie die Versteuerung des Eigenverbrauchs abhängig gemacht. Und das möglicherweise für die nächsten 20 Jahre.

 

Über die Jahre kommt man hier oft zum Ergebnis dass eine anteilige Zuordnung oft sinnvoller gewesen wäre, da der anteilige Verlust des Vorsteuerabzugs zu Beginn oftmals durch den Entfall der unentgeltlichen Wertabgabenbesteuerung kompensiert wird.

Umsatzsteuerlich wird durch die Einreichung der ersten Erklärung möglicherweise eine nicht zu korrigierende und vielleicht nachteilige Entscheidung getroffen.

 

Überlegen Sie sich Ihre Zuordnung und sprechen Sie uns an.

 

Daniel Ruf

Steuerberater

 

 

Tipp

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06.12.19 11:24

Neue Wohnbauförderung § 7 b EStG

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